Ried Heiligenstein 1 ÖTW Zöbing

Riesling 2021
Kamptal DAC

 

KOSTNOTIZ

Helles Gelbgrün, silberfarbene Reflexe. Feine gelbe Pfirsichfrucht, Nuancen von Orangenzesten, etwas Mango und Blütenhonig sind unterlegt, attraktives Bukett. Straff, engmaschig, weißer Pfirsich, finessenreicher Säurebogen, präsise und mineralisch, lange anhaftend.
Peter Moser – falstaff

13,0 Vol %, großes Holzfass/Stahltank
Biodynamisch nach Respekt – AT-BIO-402

BEWERTUNGEN

James Suckling: 97 Punkte
Falstaff: 97 Punkte
Falstaff Kamptal Cup: 2. Platz
Weinwisser: 19,0 Punkte

DIE LAGE

Nach Süden und Südwesten ausgerichtete terrassierte Hanglage mit einem besonderen geologischen Aufbau, der sich durch die Geschicke der Erdgeschichte gerade hier erhalten hat. Die bis an die Oberfläche tretenden Festgesteine bestehen aus feldspatreichen, rotbraunen Sandsteinen und groben Konglomeraten, seltener sind Schluffsteine anzutreffen. Die Ablagerung der etwa 250 bis 280 Millionen Jahre alten Sedimente erfolgte in Seen, Tümpeln und periodisch aktiven Flussläufen unter Wüstenklima. In dem Gesteinspaket lassen sich Reste versteinerter Pflanzen und Gerölle vulkanischer Quarzporphyre finden. Nur stellenweise und in den wenigen leichten Talkerben ist etwas Löss erhalten.

AUSBAU

Im Oktober geerntet. Ganztraubenpressung, Vergärung ausschließlich mit Natur- hefe, sowohl im Edelstahltank als auch im großen Eichenfass ausgebaut. Bis Mitte Mai auf der Feinhefe.
Flaschenfüllung Anfang Juli, Verkauf ab September 2022.

DER JAHRGANG 2021

Der Winter brachte zwar Schnee, verlief aber generell eher mild und trocken. Es folgte ein sehr wechselhafter Frühling, der mit ordentlichen Temperaturschwankungen überraschte – wir erlebten die kühlsten Monate April und Mai seit Jahrzehnten. Das verzögerte den Austrieb und schützte schlussendlich die Reben vor Spätfrost. Durch den ungewohnt kühlen Mai erfolgte der Beginn der Blüte erst Mitte Juni.
Ab da ging es im Weingarten rasch weiter, nicht zuletzt geschuldet der Vielzahl an heißen Junitagen. Die Böden erfreuten sich der überdurchschnittlichen Menge an Niederschlägen durch den Juni und Juli hinweg. Wir wiederum konnten uns, trotz des erneut sehr heißen Sommers, auf einen späteren, für unsere Breitengrade wieder normaleren, Lesebeginn freuen. Selten hat die Ernte so viel Freude von Anfang bis zum Schluss bereitet – kühle Morgen- stunden, Traubenmaterial von bester Qualität durch und durch, kein Druck aus Wettersicht über Wochen.
Das Ergebnis ist ein Jahrgang, der die tolle Saftigkeit und Eleganz der 2019er mit der feinen Säurestruktur der 2020er kombiniert und über Jahrzehnte Freude bereiten wird!

 

Verfügbar in: 0,75 l / 1,5 l / 3,0 l / 6,0 l